Schlaflos im Speckgürtel

Ich kann gerade nicht pennen und dabei gingen mir gerade im Bett so Dinge durch den Kopf, bzw. so ein Phänomen. Nennen wir es mal den M-Punkt. Ab hier rede ich jetzt wahrscheinlich wirres Zeug, wer es nicht lesen will solls lassen.

Der M-Punkt ist der Punkt, an dem eine Gruppe von Menschen beginnt zu kippen. Jetzt nicht so meinungstechnisch sondern eher intelligenzmäßig. Am Anfang finden sich Menschen zusammen mit einer Idee und einem Ziel. Dann schließen sich weitere an. Und später mehr und mehr und mehr.

Und dann ist irgendwann der M-Punkt erreicht. Am M-Punkt schließen sich Leute an, die zwar das gleiche Ziel haben, aber die Idee die sich hinter der ganzen Sache verbirgt, nicht mehr sehen. Warum sie das nicht tun, lass ich jetzt mal offen.

Was dann passiert, ist unterschiedlich. Ist die Menge groß genug, bleibt das Ziel, aber die Idee oder die Seele wird verkauft, vergessen oder wie auch immer. Einige, die ganz am Anfang zur Gruppe gehörten, verlassen die Gruppe, bilden eine neue oder verfolgen das Ziel alleine oder gar nicht mehr.

Wie ich da jetzt drauf komme? Weil ich es vermehrt beobachte/beobachtet habe.

1. Beispiel ist das Geocaching. Habe ich/Haben wir früher wirklich gerne gemacht. Inzwischen hat es für mich seinen Reiz zwar nicht verloren, aber der Anteil der schlechten Caches hat sich so vergrößert, dass der Aufwand eine wirklich schöne Tour vorzubereiten immens ist. Da muss man vorher schon sehr genau lesen, was einen erwartet um nicht einen Sack voll Nieten zu haben. Aber genau das möchte ich nicht, ich möchte ein Gebiet auswählen und los. Klar waren das früher auch nicht alles Super-Duper-Caches, aber im Schnitt war es gut.

Vom Verstecken fange ich jetzt lieber gar nicht erst an. Das macht dank Mecker- und Ein-Wort-Logs auch keinen Spaß mehr.

2. Beispiel ist ebay. Da ist der M-Punkt zwar schon etwas länger her, aber da jetzt ja auch jetzt Hans und Franz Internet hat, ist für mich ebay nicht viel mehr als eine Preissuchmaschine geworden. Anbieten nur noch mit 53 Klauseln zu Rücknahme etc. und trotzdem kann man sich nicht sicher sein, dass einem nicht doch jemand nen Strick dreht. Kaufen lohnt sich nur noch in den seltensten Fällen, dann lieber für einen Neukauf mit Rücknahme und Garantie 2 Monate länger sparen.

3. Beispiel ist aktuell. Verfolgt man so ein bißchen bei Twitter das Gezwitscher über Piraten, hat man auch hier den Eindruck, dass hier der M-Punkt erreicht ist. Da wird auch mal quer geschossen und so einige Ratten verlassen (leider) freiwillig wieder das Schiff.

Eine Frage stellt sich bei mir nach diesen Betrachtungen, hat da schon mal jemand seine Diplomarbeit o.ä. über so ein Phänomen geschrieben? Und hat das einen Namen?

Jetzt bin ich zwar immer noch nicht müde, aber zumindest den Gedankenschwall habe ich hier jetzt mal abgeladen.

2 Kommentare zu “Schlaflos im Speckgürtel”

  1. Cord sagt:

    nicht zu vergessen die Wikipedia.

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